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Offener Leserbrief zum Artikel „Kritik aus dem Südkreis an Netzbetreiber DBN“ vom 13.02.2025 in der EJZ

Der Glasfaserausbau ist eine Investition in die Zukunft – für Haushalte, Unternehmen und die gesamte Region. Umso wichtiger ist es uns, Klarheit über den aktuellen Stand in Clenze zu schaffen und die Situation aus unserer Sicht vollständig darzustellen:

Wie im Artikel korrekt wiedergegeben, haben wir zugesagt, ein Glasfasernetz in Clenze mit eigenen Mitteln und ohne öffentliche Förderung auszubauen – unter der Voraussetzung, dass für 60 % der Wohnungen und Gewerbeeinheiten ein Internetvertrag vorliegt. Leider wurde diese Quote mit aktuell lediglich 29 % der Bestellungen pro Wohneinheit nicht erreicht.

Aus der Gemeinde gab es berechtigte Hinweise, dass nicht alle in den offiziellen Daten aufgeführten Wohnungen tatsächlich existieren und einige davon leer stehen. Daraufhin haben wir reagiert und die Berechnungsgrundlage angepasst: Statt 60 % der Wohneinheiten als Maßstab anzusetzen, sind wir bereit, den Ausbau zu realisieren, wenn für 60 % der Gebäude mindestens ein Vertrag vorliegt. Trotz dieser Erleichterung liegt die aktuelle Quote jedoch nur bei etwa 50 % der Gebäude und damit weiterhin unter der wirtschaftlich vertretbaren Schwelle. Eine weitere Senkung der Schwelle ist uns leider nicht möglich.

Nachdem über mehrere Wochen keine neuen Bestellungen eingegangen sind, wurde die aktive Vermarktung eingestellt. Trotz intensiver Werbemaßnahmen wie Postwurfsendungen und „Kunden-werben-Kunden“-Programmen konnte die erforderliche Beteiligung nicht gesteigert werden. Haustür-Informationsgespräche waren zudem nicht erwünscht, obwohl sie für uns ein wichtiger Kanal zur direkten Aufklärung und Information der Bürger sind.

Die Aussage, dass in anderen Gebieten bereits bei geringeren Quoten gebaut wird, ist korrekt - beispielsweise reichen in Lüchow 30-35 % Bestellungen je Wohneinheit, um wirtschaftlich zu bauen. Der Unterschied liegt in den baulichen Gegebenheiten: In Lüchow sind deutlich weniger Meter Tiefbau notwendig, um die gleiche Anzahl Wohneinheiten zu versorgen, wodurch sich das Projekt wirtschaftlich eher rechnet.

Wir bedanken uns für das bürgerliche Engagement und die Unterstützung, die wir von den Gemeindevertretern bereits erfahren haben. Gleichzeitig freuen wir uns über jeden Vorschlag, wie wir das Interesse der Bürgerinnen und Bürger von Clenze für Glasfaser weiter wecken können.

Veröffentlicht am Montag, 24. Februar 2025